Wir über uns...
Gegründet wurde die Niederdeutsche Bühne Rendsburg e.V. im Jahre 1934.
Eine große Anzahl von theaterbegeisterten Frauen und Männern hat sich bis
heute für die Kernaussage der Vereinssatzung eingesetzt und mit viel
Engagement umgesetzt. Gemäß Paragraph 2 wurde der Verein zur Pflege des
wertvollen plattdeutschen Bühnenspiels auf künstlerischer Grundlage ins Leben
gerufen.
Da fast alle Mitglieder mehr oder weniger berufstätig sind, gehört eine große
Portion Idealismus dazu, wenn Beruf und Familie wegen des zeitaufwendigen
Hobbys nicht leiden und zu kurz kommen sollen.
Gerade wegen des enormen Zeitaufwandes, der für eine Inszenierung
notwendig ist, wird es oft und immer wieder schwierig, junge Menschen für das
plattdeutsche Theaterspiel zu begeistern. Erschwerend kommt hinzu, dass
immer weniger Jugendliche die niederdeutsche Sprache, die nun mal unsere
Bühnensprache ist, verstehen oder gar sprechen können.
Trotz all dieser Umstände ist die Niederdeutsche Bühne Rendsburg e.V. in der
glücklichen Lage, dass die Spielleiter derzeit auch auf einen kleinen Stamm von
interessierten und jungen Spielerinnen und Spielern zurückgreifen kann. Aber
auch für die notwendigen Aufgaben hinter der Bühne, wie z. B. Bühnenbildbau,
Auf- und Abbau der Kulissen, Tontechnik, Requisite und Inspizienz, müssen
immer wieder neue Mitarbeiter gewonnen werden.
Die Bühne hat zur Zeit rund 65 aktive Mitglieder.
An dieser Stelle möchten wir einen Einblick in die Bühnenarbeit und in die
Vorbereitung einer Theatersaison geben. Wir spielen grundsätzlich in der Zeit
von Ende September bis Anfang April, also jahresübergreifend, und zwar
werden nach Möglichkeit vier Inszenierungen geplant. Kurz nach Ablauf einer
Spielzeit fängt bereits die Planung für die kommende Spielzeit.
Zu Beginn muss geklärt werden, wer aus den eigenen Reihen bereit ist, eine
Spielleitung zu übernehmen.
Aber auch Berufsregisseure werden durchaus mit einer Inszenierung betraut.
Durch solch eine Verpflichtung erhalten wir die Möglichkeit Fertigkeiten im
Bereich des Schauspiels aber auch der Regiearbeit zu vertiefen.
Der nächste Schritt gilt der Auswahl der Stücke. Eine gute Mischung ist wichtig,
um möglichst jedem Zuschaueranspruch gerecht zu werden. Die Bandbreite
umfasst Schauspiele, Komödien und Lustspiele, wobei darauf geachtet wird,
dass sowohl Klassiker als auch moderne Stücke zur Aufführung gelangen.
Wenn die Besetzungen feststehen - hier haben Vorstand und Spielleiter
durchaus ein Mitspracherecht - beginnen bereits in den Sommermonaten die
ersten Proben.
Denn lange vor Beginn einer Spielzeit liegen die fünf Aufführungstermine pro
Stück für das Stadttheater fest. Da die nbr ein fester Bestandteil des
Rendsburger Stadttheaters ist, werden die Termine rechtzeitig mit dem
Landestheater abgesprochen.
Aber auch für die Spiele über Land müssen die Termine geplant werden, damit
Überschneidungen mit anderen Produktionen nach Möglichkeit vermieden
werden.
Geprobt wird drei mal in der Woche, und zwar rund zwei Stunden. Für eine
Inszenierung sind zwischen 30 und 40 Proben notwendig, denn eine durchaus
angemessene höhere Spielqualität wird von uns mit Recht erwartet.
Für diesen enormen Zeitaufwand gibt es nur eine kaum nennenswerte
Aufwandsentschädigung.
Zufrieden sind wir, wenn unsere Stücke vom Publikum angenommen werden.
Die Besucherzahlen liegen bei 13 - 14 000 pro Saison. Unsere Arbeit soll jedoch
nicht nur nach einer möglichst hohen Zuschauerzahl bewertet werden, sondern
unser Ziel soll und wird es sein, dass auch zukünftig gutes Theater angeboten
wird, und zwar gemäß des hohen Anspruches, der von unseren Gründern vor
nunmehr 70 Jahren festgelegt wurde.